Naturweine

lebendig. wild. würzig. fruchtig.

Michael Wagner von Wohlgemuthheim von der Mosel

<<Aus biologisch erzeugten Trauben, ohne Eingriffe beim Weinausbau und mit viel Zeit ausgebaut.>>

MoselweinHand drauf – so farbenfroh präsentieren sich die Weine des Weingutes Wagner von Wohlgemuthheim von der Mosel. Nach dem meine Frau und ich den ersten Wein probiert hatten, es war der 2019 Pinot Noir aus der ISAAC-Reihe, war mir klar, der muss ins Sortiment. Umgehend habe ich den Kontakt zu Michael gesucht, und gefunden. In unserem ersten Telefonat habe ich mein Vorhaben präsentiert, es war ein sehr offenes Gespräch mit praktischen Informationen, die ich natürlich dankend aufgenommen habe. Wir haben uns dann für den Weinsalon verabredet, um uns weiter auszutauschen. Dies hat leider nicht funktioniert, da er mitten in einem Umbau gesteckt hat.

Hallo Michael.

Erste Frage, wie weit seid Ihr mittlerweile mit dem Umbau und was habt ihr genau umgebaut?
Wir haben in den letzten 4 Jahren hier so ziemlich alles umgebaut und umgestellt, was man auf einem Weingut verändern kann. Was die Weinbauseite angeht zunächst natürlich einmal die Umstellung auf biologischen An- und Ausbau und die damit verbundene Zertifizierung der Weinberge. Im Keller haben wir den größten Teil der Edelstahltanks auf Holzfässer umgestellt – das heißt, wir haben 50-80-jährige traditionelle Moselfuder-Fässer vitalisiert, da diese unserem gewünschten Ausbaustil entsprechen. Zusätzlich haben wir den Wohnbereich des alten Weingutsgebäude saniert und als Gästehaus umgebaut, dass wir am 1. Juni eröffnen werden.

Wo bist Du groß geworden, aufgewachsen?
Ich bin im jetzigen Weingutsgebäude groß geworden und in der Region aufgewachsen. Die Tradition des Weinbaus/unsere Weinberge sind seit ca. 300 Jahren in unserer Familie. Man wächst quasi von Kindesbeinen an in das Thema hinein.

Mein Beruf ist …

Der schönste Beruf der Welt – ich würde nichts mehr anderes wollen.

Wolltest Du schon immer Winzer werden und warum?
Ich habe nach der Schule eine weinbauliche Ausbildung gemacht und wollte dann aber erstmal „raus in die große Welt“ und etwas anderes machen – nach Studium in Trier und Budapest habe ich erstmal in Berlin als Berater für Markenkommunikation gearbeitet und bin über diesen Weg wieder in die Weinbranche geraten – dann hats mich gepackt und ich bin zunächst zu einer großen Kellerei gewechselt und habe dort den Betrieb für Nord- & Südamerika geleitet. Irgendwann hat es mich gepackt und ich habe das Weingut übernommen. Nach einigen Jahren der Neuausrichtung, sind wir nun seit 2019 auf dem Weg den wir uns vorstellen.

Bist Du zu 100% Winzer?
Ja, eher 200 % 🙂

Hast Du den Betrieb selbst aufgebaut oder übernommen und führst es in Familientradition weiter?
Den Weinbergsbesitzer haben Generationen vor mir bereits aufgebaut. Wir haben noch weitere Flächen dazu genommen und das Ganze komplett neu ausgerichtet.

Wie lange gibt es das Weingut schon?
Wir können es bis 1719 über Dokumente nachvollziehen.

Und über wie viele ha sprechen wir, wenn wir über Deinen Betrieb reden?
3,6 Hektar.

Du arbeitest ökologisch, was heißt das genau?
Wir arbeiten nach Biostandards und sind mit dem Jahrgang 2021 auch das erste Mal zertifiziert. Die gravierendsten Unterschiede zum konventionellen Weinbau liegen in der Bodenarbeit, bei der für uns Herbizide zur Unkrautbekämpfung verboten sind und alles mechanisch, das heißt für uns per Hand entfernt werden müssen. Des Weiteren sind keine synthetischen Pflanzenschutzmittel erlaubt. Bio bedeutet, dass nur Mittel zur Anwendung kommen dürfen, die in der Natur so vorkommen. Im Bereich Weinausbau sind zudem die Schwefelhöchstgrenzen sehr viel niedriger. Unterm Strich geht es um einen naturschonenden An- & Ausbau und den Aufbau von gesunden Böden, die ja die Grundlage für gesunde Trauben darstellen. Wir verzichten darüber hinaus freiwillig auf jegliche Wein- & Mostbehandlungsmittel und mittlerweile auch in großen Teilen auf Filtration. Wir bauen nach und nach biodynamische Elemente ein und wollen auch dort zu gegebener Zeit in die Zertifizierung gehen.

Was war der Antrieb den Betrieb auf biologischen / biodynamischen Anbau auszurichten?
Ich habe zunächst einfach viele bio/dynamisch erzeugte Weine verkostet und war von der Lebendigkeit der Weine beeindruckt. Zudem spielt natürlich der Umweltschutzgedanke eine große Rolle. Man kommt Hand in Hand mit der Natur zu geschmacklich intensiveren Ergebnissen – was will man also mehr? Klar, die Erträge sind wesentlich geringer, aber uns geht’s hier um das Ausreizen der geschmacklichen Intensität und nicht um Masse.

Was hat Dich dazu bewegt Naturweine herzustellen?

Wir haben auf unserem Weg nach und nach alles weggelassen, was laut Lehrbuch für guten Wein unverzichtbar ist und sind mit dem Ergebnis immer zufriedener geworden – auf diesem Weg landet man automatisch bei Naturweinen. Der Begriff ist etwas schwammig und es gibt verschiedenste Definitionen, aber ich denke am Ende des Tages weiß jeder was gemeint ist und es ist einfach schmeck bar.

Stellt ihr nur Naturweine her?
Der Begriff ist ja nicht so ganz klar definiert – für uns ist das so die natürlichste vorstellbare Art Weine zu erzeugen – in dem man einfach werden lässt, ohne in den Prozess einzugreifen, weil man ein bestimmtes Geschmacksprofil erzeugen will. Wir müssen im restsüßen Bereich, der für uns nach wie vor auch zum Anbaugebiet Mosel gehört natürlich filtrieren- sonst bleiben die Weine nicht stabil.

In diesem Zusammenhang, ihr verzichtet im Keller auf jegliche Zusatzstoffe wie Schwefel?
Wir schwefeln bei den Weißweinen ausschließlich eine kleine Dosage vor der Füllung. Nicht beim Most und nicht beim Weinausbau. Die Rotweine sind ohne Schwefel abgefüllt.

Seit wann machst Du Naturweine?

Unser erstes Projekt war ein Pinot aus 2018. Danach haben wir das Sortiment Schritt für Schritt erweitert.

Möchtest Du zukünftig noch mehr Naturweine produzieren?

Klar!

Welche Bodenbeschaffenheit liegt in Deinen Weinbergen vor und wie wirkt diese sich auf den Wein aus?
In den Stillagen, die den Großteil unseres Weinguts ausmachen haben wir Grau- & Blauschieferböden. Wenig Wasserversorgung, extreme Hitze im Sommer – filigrane Rieslinge, mit moderaten Alkoholwerten und feinem Säureprofil. In den flacheren Lagen haben wir Lehm- & Sandböden. Hier wachsen die roten Sorten und unsere weißen Aromarebsorten, die einfach mehr Wasser und Druck benötigen, um ihr Aromaprofil zu entfalten und etwas kräftiger zu werden.

Hast Du neben Deinem Beruf noch andere Hobbies – wenn ja, welche?
Ich trete ganz gerne gegen das runde Leder und die Gitarre ist eine kleine Leidenschaft – aber Freizeit ist in diesem Beruf auch eher spärlich 🙂

Dein Statement: Naturwein ist für mich?
Aus biologisch erzeugten Trauben, ohne Eingriffe beim Weinausbau und mit viel Zeit ausgebaut.

Vielen Dank, Michael, für die Einblicke, die Zeit und den sehr offenen Austausch. Ich freue mich Dich demnächst auf dem Weingut zu besuchen und den Neubau begutachten zu können.

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